Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund!

(Hildegard von Bingen)


Der positive Effekt von tiergestützten Interventionen

Tiere wirken ganzheitlich auf Körper und Seele, sie werden bedingungslos angenommen und nehmen auch den Menschen bedingungslos an. Sie befriedigen grundlegende emotionale Bedürfnisse. Sie vermitteln ein Gefühl von Zuwendung und Geborgenheit und das Bewusstsein, gebraucht zu werden.

Es ist mittlerweile in zahlreichen Studien untersucht und nachgewiesen worden, dass bei Mensch-Tier-Kontakten das Hormon Oxytocin ausgeschüttet wird. Oxytocin reduziert Angst, Stress und die Reaktion auf schädigende Reize, die Stresshormone Cortisol und Adrenalin und senkt das Schmerzempfinden. Außerdem wirkt Oxytocin gesundheitsfördernd; Herzfrequenz und Atmung werden durch dieses Hormon normalisiert, Ruhe und Wohlbefinden verstärkt, Heilungsprozesse optimiert und Gedächtnis und Lernen reguliert.

Darüber hinaus fördert Oxytocin soziale Bindungen und soziales Verhalten. Durch diese Studien wurde der Beweis erbracht, dass Tiere Menschen motivieren und stimulieren, ihre Aktivität fördern und fordern und Auslöser für soziale Interaktionen sind. Diese Erkenntnisse werden besonders bei der Behandlung von Menschen mit psychischen oder physischen Handicaps oder Senioren berücksichtigt; immer häufiger werden Tiere daher heutzutage erfolgreich in Therapie und Betreuung eingesetzt.

Wenn Tiere in Senioren- und Pflegeheimen bei therapeutischen Prozessen unterstützend eingesetzt werden, sind sich Bewohner und Mitarbeiter schnell darüber einig, dass der Erfolg größer ist als bei konventionellen Maßnahmen. Die Bereitschaft der Bewohner zur aktiven Teilnahme ist höher, sie agieren selbstständiger, bewegen sich mehr und werden ausgeglichener und fröhlicher. Die Kontakte und die Kommunikation der Menschen untereinander erhöhen sich enorm.

 

 

Wer rastet, der rostet!


Die Bedeutung von Demenzprophylaxe im Alter

Die beste Voraussetzung, um geistig fit zu bleiben, ist es, neugierig und interessiert zu sein. Die Freude am Denken schafft eine kognitive Reserve, die das Gehirn befähigt, mit größerer Flexibilität auf beginnende Schäden zu reagieren und so neuronale Funktionen zu erhalten und aufzubauen. Je intensiver auch ältere Menschen ihr Gehirn fordern, umso mehr Nervenzellen werden miteinander verknüpft, gestärkt und erhalten. Daher sind Maßnahmen zur Demenzprävention in Seniorenheimen selbstverständlich.

Das Gedächtnistraining konventioneller Art basiert in vielen Einrichtungen auf einer Reihe von sich wiederholenden Spielen wie Bingo und Stadt-Land-Fluss, die die Mitarbeit der Bewohner oft nicht genügend initiieren und an denen sie meistens eher passiv teilnehmen. Hier bietet das Gedächtnistrainingskonzept „Pfiffig mit Pfoten“ eine innovative Alternative.

 

Darf ich mich Ihnen vorstellen?


Mein Name ist Gisela Rüther…

…ich bin Lehrerin und Lerntherapeutin. Durch die Erfahrungen mit einem Fall von Demenz im engsten Familienkreis bin ich auf die Idee gekommen, ein eigenes Konzept zu entwickeln, mit dem sehr motivierende und effektive Demenzprävention durchgeführt werden kann.

 

 

Gedächtnistraining macht Spaß!


Mein Konzept „Pfiffig mit Pfoten“

Als optimale Demenzprophylaxe biete ich kognitive Übungen und Gedächtnistraining für Senioren an, bei denen mein Hund mitarbeitet und dadurch eine besondere Rolle spielt. Mein Hund ist an der Durchführung der Spiele aktiv beteiligt, er apportiert Aufgaben, fordert die Bewohner zum Mitmachen auf und findet mit ihrer Hilfe die richtigen Lösungen. Er würfelt, kegelt, springt auf ihr Kommando hin über das richtige Hindernis oder bringt Gegenstände, die Sprechanlässe bieten. Die Senioren sind immer begeistert von den Aktivitäten des Hundes, sie nehmen die Aufgaben von ihm entgegen, loben und streicheln ihn und belohnen ihn mit Leckerchen. Sie kommunizieren und interagieren miteinander. So wird das Gedächtnistraining interessanter, lustiger und lebendiger und die Motivation der Bewohner zur aktiven Mitarbeit stark gefördert. Sie sind begeistert vom Einsatz des Hundes und dadurch auch von den Inhalten. Diese Art des Gedächtnistrainings wirkt sehr nachhaltig, oft nehmen die Teilnehmer Denkanstöße auf, die in die nächste Stunde integriert werden und sie warten voller Vorfreude auf die nächste Veranstaltung von `Pfiffig mit Pfoten`.

Die Denkspiele und Konzentrationsübungen sind auf die Bewohner der jeweiligen Einrichtung individuell zugeschnitten und umfassen verschiedene Schwierigkeitsgrade, ausgerichtet auf die Defizite und Ressourcen der teilnehmenden Senioren bis Demenzstufe 1.

Neben der Förderung der kognitiven Fähigkeiten und spezieller Denk- und Wahrnehmungsleistungen wie Serialität, Diskriminationsfähigkeit und geistiger Flexibilität werden durch die komplexen Abläufe im Umgang mit dem Tier spielerisch die Motivation zur Bewegung, die Grob- und Feinmotorik, Koordination, Orientierung und sensomotorische Fähigkeiten gefördert.

Ich führe diese hundegestützte Demenzprophylaxe seit einiger Zeit selbst in Senioreneinrichtungen durch und möchte die Inhalte und Methoden in Form von Fortbildungen an Altenpfleger, Betreuer und ehrenamtliche Mitarbeiter mit Hund weitergeben. Viele von ihnen nehmen ihren Hund bereits in die Einrichtungen mit, allerdings beschränkt sich der Einsatz meistens auf die Anwesenheit oder das Streicheln der Tiere. Nach meinem Konzept kann jeder Hund aktiv bei der Demenzprophylaxe mitarbeiten (auch wenn er nicht würfeln oder kegeln kann) und den Senioren viel Spaß bereiten!

Ein Hund ist ein Herz auf vier Pfoten

(Irisches Sprichwort)